„Digital und Persönlich“ – Round Table der Personalwirtschaft

TOPOS zu Gast beim Round-Table-Gespräch der Personalwirtschaft

Der persönliche Kontakt ist das Fundament der Dienstleistung einer Personalberatung, und genau das „Persönliche“ musste die Branche durch Corona neu definieren. Wie haben Headhunter die letzten eineinhalb Jahre erlebt, in denen Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften einen Großteil ihrer Kernarbeit ins Netz verlegt haben? Von den Problemen der allermeisten (Kunden-)Unternehmen, die sich eher gegen den Abbau von Arbeitsplätzen gestemmt haben, als großflächig neu zu besetzen, einmal ganz abgesehen.

Die Personalwirtschaft hat Experten und Expertinnen zum Round Table geladen und mit ihnen die Situation diskutiert. Mit dabei: Tina Ulbricht von der TOPOS Personalberatung in Stuttgart.

Lesen Sie hier die wichtigsten Ergebnisse:

Executive Search – nach wie vor gefragt

Man hätte annehmen können, dass Personalberatungen in Zeiten von Sparmaßnahmen und Arbeitsplatzkürzungen besonders stark zu leiden haben. Dies ist jedoch nicht bei allen der Fall: Executive Search ist nach wie vor eine gefragte Dienstleistung, da leitende und Spezialistenpositionen nicht so häufig gestrichen werden wie Fachkräfte. Zudem werden Vakanzen auf C-Level-Niveau in der Regel auch in schwierigen Zeiten wiederbesetzt. Im Gegenteil, gerade dann braucht es fähige und erfahrene Persönlichkeiten, die das Unternehmen durch die Krise navigieren.

Insgesamt beurteilen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Round-Table-Gesprächs ihre wirtschaftliche Situation als befriedigend bis gut und blicken durchaus optimistisch in die Zukunft.

Mehr digitale Komponenten im Recruitingprozess

Such- und Besetzungsprozesse erfolgen mehr und mehr digital. Auf Seiten der Unternehmen ist eine gestiegene Akzeptanz gegenüber digitalen Vorgehensweisen festzustellen, dies gilt sogar für die digitale Präsentation der Kandidat:innen bei den Unternehmen. Vor der Pandemie war eine solches Prozedere kaum denkbar. Flexiblere Terminvereinbarungen und Reisekostenersparnisse sind bei digitalen Gesprächen erfreuliche Nebeneffekte für Beratungen und Kunden. Kehrseite der digitalen Medaille ist jedoch eine verminderte Verbindlichkeit der Kandidaten und Kandidatinnen. Ganz offensichtlich wird das fast aufwandsfreie Video-Gespräch leichtfertiger vereinbart. Die nächsten Monate werden zeigen, in welchem Umfang digitale Prozessschritte dauerhaft implementiert werden.

Drum prüfe, wer sich bindet …

Die Entscheidung, eine Zusammenarbeit einzugehen, wird sowohl auf Unternehmens- als auch auf Kandidatenseite seit Beginn der Krise sorgfältiger abgewogen. So wird genauer geprüft, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin auch persönlich in das Unternehmen passt. Andererseits ist die Wechselmotivation bei Kandidat:innen spürbar von der Solidität des potenziellen künftigen Arbeitgebers abhängig, im Zweifelsfall wird das Risiko eines Wechsels nicht eingegangen.

Geld oder Purpose – was zählt?

Arbeit muss sinnstiftend sein, Kompromisse für ein höheres Einkommen werden immer weniger gemacht, oder? Die Gäste der Runde sind sich einig, dass Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten Faktoren sind, die an Bedeutung gewinnen, monetäre Aspekte aber weiterhin zählen – insbesondere in früheren Stadien der Karriere. Wenngleich Krisenzeiten Sinnfragen forcieren wird dies nicht unbedingt als coronabedingte Bewusstseinsverschiebung wahrgenommen, sondern mehr als Folge der individuellen Lebenserfahrung.

Immer wichtiger: Der Cultural Fit

Expertise und Erfahrung sind die Pflicht, die Passung mit der Unternehmenskultur mindestens die Kür. Und gerade hier spielen gute Headhunter ihre Kompetenzen aus, denn das Matching von Unternehmen und Bewerber:in einzuschätzen und zusammenzubringen was zusammengehört, ist eine der Kernaufgaben des Executive Search. Ein klar formuliertes Anforderungsprofil, eine sachliche Jobvorschau sowie realistische Erwartungen sind letztendlich der Schlüssel zum Erfolg und minimieren das Risiko einer Fehlbesetzung.

TOPOS zu Gast beim Round-Table-Gespräch der Personalwirtschaft

Der persönliche Kontakt ist das Fundament der Dienstleistung einer Personalberatung, und genau das „Persönliche“ musste die Branche durch Corona neu definieren. Wie haben Headhunter die letzten eineinhalb Jahre erlebt, in denen Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften einen Großteil ihrer Kernarbeit ins Netz verlegt haben? Von den Problemen der allermeisten (Kunden-)Unternehmen, die sich eher gegen den Abbau von Arbeitsplätzen gestemmt haben, als großflächig neu zu besetzen, einmal ganz abgesehen.

Die Personalwirtschaft hat Experten und Expertinnen zum Round Table geladen und mit ihnen die Situation diskutiert. Mit dabei: Tina Ulbricht von der TOPOS Personalberatung in Stuttgart.

Lesen Sie hier die wichtigsten Ergebnisse:

Executive Search – nach wie vor gefragt

Man hätte annehmen können, dass Personalberatungen in Zeiten von Sparmaßnahmen und Arbeitsplatzkürzungen besonders stark zu leiden haben. Dies ist jedoch nicht bei allen der Fall: Executive Search ist nach wie vor eine gefragte Dienstleistung, da leitende und Spezialistenpositionen nicht so häufig gestrichen werden wie Fachkräfte. Zudem werden Vakanzen auf C-Level-Niveau in der Regel auch in schwierigen Zeiten wiederbesetzt. Im Gegenteil, gerade dann braucht es fähige und erfahrene Persönlichkeiten, die das Unternehmen durch die Krise navigieren.

Insgesamt beurteilen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre wirtschaftliche Situation befriedigend bis gut und blicken durchaus optimistisch in die Zukunft.

Mehr digitale Komponenten im Recruitingprozess

Such- und Besetzungsprozesse erfolgen mehr und mehr digital. Auf Seiten der Unternehmen ist eine gestiegene Akzeptanz gegenüber digitalen Vorgehensweisen festzustellen, dies gilt sogar für die digitale Präsentation der Kandidat:innen bei den Unternehmen. Vor der Pandemie war eine solches Prozedere kaum denkbar. Flexiblere Terminvereinbarungen und Reisekostenersparnisse sind bei digitalen Gesprächen erfreuliche Nebeneffekte für Beratungen und Kunden. Kehrseite der digitalen Medaille ist jedoch eine verminderte Verbindlichkeit der Kandidaten und Kandidatinnen. Ganz offensichtlich wird das fast aufwandsfreie Video-Gespräch leichtfertiger vereinbart. Die nächsten Monate werden zeigen, in welchem Umfang digitale Prozessschritte dauerhaft implementiert werden.

Drum prüfe, wer sich bindet …

Die Entscheidung, eine Zusammenarbeit einzugehen, wird sowohl auf Unternehmens- als auch auf Kandidatenseite seit Beginn der Krise sorgfältiger abgewogen. So wird genauer geprüft, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin auch persönlich in das Unternehmen passt. Andererseits ist die Wechselmotivation bei Kandidat:innen spürbar von der Solidität des potenziellen künftigen Arbeitgebers abhängig, im Zweifelsfall wird das Risiko eines Wechsels nicht eingegangen.

Geld oder Purpose – was zählt?

Arbeit muss sinnstiftend sein, Kompromisse für ein höheres Einkommen werden immer weniger gemacht, oder? Die Gäste der Runde sind sich einig, dass Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten Faktoren sind, die an Bedeutung gewinnen, monetäre Aspekte aber weiterhin zählen – insbesondere in früheren Stadien der Karriere. Wenngleich Krisenzeiten Sinnfragen forcieren wird dies nicht unbedingt als coronabedingte Bewusstseinsverschiebung wahrgenommen, sondern mehr als Folge der individuellen Lebenserfahrung.

Immer wichtiger: Der Cultural Fit

Expertise und Erfahrung sind die Pflicht, die Passung mit der Unternehmenskultur mindestens die Kür. Und gerade hier spielen gute Headhunter ihre Kompetenzen aus, denn das Matching von Unternehmen und Bewerber:in einzuschätzen und zusammenzubringen was zusammengehört, ist eine der Kernaufgaben des Executive Search. Ein klar formuliertes Anforderungsprofil, eine sachliche Jobvorschau sowie realistische Erwartungen sind letztendlich der Schlüssel zum Erfolg und minimieren das Risiko einer Fehlbesetzung.